Osmose? Nicht mit uns!

Die letzte Arbeitswoche ist schnell zusammengefasst.
Nachdem Nina und ich am Wochenende noch ein paar Lackarbeiten im Innenbereich erledigt haben stand am Montag der Krantermin an. Zum Glück hat ein guter Freund sich die Zeit genommen mir eine Woche zu helfen, da Nina am Montag wieder arbeiten musste.
Also stand Montag zunächst das Mastlegen und die Demontage der Salinge und Antennen an um den Mast im Lager zu verstauen.
Zum Abend hin haben wir dann noch ein kleines Teststück am Bug mit der Ziehklinge vom Antifouling befreit und die Arbeit als gar nicht so schwierig befunden (Fehler Nummer 1).
Am nächsten Morgen ging es dann hochmotiviert los. Eigentlich sind wir auch gut voran gekommen, aber es ist eine absolut Schweißtreibende Arbeit gewesen. Es zeigte sich aber schnell dass sich auch viele kleine Einschlüsse unter dem rissigen Gelcoat befanden. Ich war aber immer noch der Meinung dass es reichen würde sie punktuell zu öffnen (Fehler Nummer 2).

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Glücklicherweise kam ein Bootseigner vorbei der vor 2 Jahren genau so angefangen hatte und anschließend doch komplett abziehen musste. Er hat mir erst mal gründlich den Kopf gewaschen, ein Glück, sonst hätten wir viel Kraft und Zeit vergeudet.
Nach einer ersten Feuchtigkeitsmessung stand dann fest dass wir einen Gelplane brauchen, das Angebot es für 1000 Euro machen zu lassen habe ich zugunsten der Bordkasse abgelehnt. Außerdem wollen wir alles was uns möglich erscheint selber machen.
Also hab ich den Hafenmeister bekniet mir doch die Maschine für 100 Euro am Tag zu leihen. Nach einigen Telefonaten kam er dann auch gleich mit Maschine und Sauger um die Ecke. Was für ein Höllenwerkzeug, bei den ersten Bahnen haben mir die Hände gezittert vor Nervosität. Allerdings ist er bis auf das hohe Gewicht und den schwergängigen Anschalter gut zu händeln. Es fasziniert mich immer wieder, wie gut und effizient man doch mit den richtigen Maschinen voran kommt.

Nach 1,5 Tagen war der Rumpf dann nackt und wir haben noch weitere 2,5 Tage geschliffen um Gelcoatreste und Unebenheiten direkt zu eliminieren. Wenn nicht die Feuchtigkeit wäre könnte jetzt nach einer Runde feinspachteln eigentlich schon wieder beschichtet werden. Das Resultat ist wirklich gut geworden und das Laminat in sehr gutem Zustand, vor allem wenn man den direkten Vergleich aus Spritzgußfertigung daneben stehen hat. Wir sind guter Dinge. Am nächsten Wochenende werden vor dem zweiten Mal Dampfstrahlen die ersten verbindlichen Feuchtigkeitswerte genommen.

2 Gedanken zu “Osmose? Nicht mit uns!

  1. Hallo, bin gerade über Eure Seite gestolpert. Großartige Sache, so eine Schiffsrestauration. Auch wir haben gute 10000 Arbeitsstunden in unseren Knochen, weshalb ich weiß, was für Arbeit dahinter steckt. Aber das Duchhalten lohnt sich letztendlich. Bis wann wollt Ihr Eure To-Do-Liste abgearbeitet haben? Und wo wollt Ihr starten?
    Alles Gute …. wir folgen Euch virtuell.

    Herzliche Grüße, Ulli

    Smutje Rosa lebt bald auf http://www.sy-safari.de :-)

    • Hallo Ulli,

      vielen Dank für die lieben Worte!
      Den Großteil der Arbeiten wollen wir bis zum Sommer hinter uns gebracht haben, allerdings haben wir uns auch noch ein paar Projekte, wie z.B. Mast und Teakdeck, für den nächsten Winter aufgehoben.
      Konkrete Pläne wie wann und ab wo gibt es aktuell noch nicht.

      Wir nehmen uns jetzt erstmal deine Seiten vor und freuen uns über das umfangreiche Lesematerial!

      Viele Grüße, Nina und Hanno

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