Endlich Saunaclub Zirkon, oder auch: Winter im Wasser mit einem klassischen Taylors Ofen

Wir haben wirklich lange hin und her überlegt ob es die richtige Entscheidung ist, im Winter das Boot im Wasser zu lassen. Vor allem weil wir ja gerade erst so viel Zeit und Geld unter anderem auch in die Optik gesteckt haben, um die es uns eigentlich nie ging.

Aber: wenn man eh schonmal alles abgeschraubt hat, ja dann könnte man ja auch……und so kam eine Baustelle zur nächsten und wir haben den gesamten Sommer bei 40 Grad in der Halle gehangen und gearbeitet wie die Blöden anstatt zu segeln. Also war die Entscheidung eigentlich klar: Wir bleiben im Wasser um endlich unsere Zirkon mal genießen zu können. Auch wenn immer noch einige Arbeiten anstehen bis wir voll seetauglich sind, es geht jedes Wochenende ein Stückchen voran.
Aber das wirklich schöne ist der total leere Hafen!
// off topic //
Gerade zu diesen Zeiten, in denen in unserer Heimatstadt Köln die Wogen hoch schlagen ist es ein absolutes Privileg sich an einen so ruhigen Ort zurück ziehen zu können, abends den unglaublichen Sternenhimmel zu betrachten und sich ungezwungen neu ein zu norden. Es sind seltsame Zeiten und man muss sich sehr anstrengen sich eine gesunde objektive Sicht auf die Vorgänge zu bewahren. Toll wäre es wenn alle zwischendurch einmal die Möglichkeit hätten sich der Großstadtmassenhysterie zu entziehen.
// off topic ende //
Zurück zum Schiff: Wie einige vielleicht mitbekommen haben, haben wir uns einen gebrauchten Taylors Ofen gekauft, der sich aber schnell als ziemlich marode herausstellte. Da wir aber unserem Kredo treu bleiben wollten, haben wir auch diesen komplett restauriert und die Verkäufer sind uns auch mit dem Preis noch fair entgegen gekommen (Jens und Co., danke hierfür).
Nun sitzen wir hier bei angenehmen 24 Grad im Hafen, hören Paul Simons Graceland neben JJ Cales best of und genießen noch etwas argwöhnisch ob der sichtbaren, offenen Flammen unser Winterlager.
Das tolle an diesem Ofen ist dass er die Verbrennungsluft aus dem inneren zieht, klingt gefährlich, mag es auch sein wenn man nicht auf ausreichende Belüftung achtet, aber!: wir können der Luftfeuchtigkeit beim sinken zuschauen sobald der Ofen läuft. Ein weiterer Vorteil unseres Schiffes, der uns gerade erst bewusst wird ist das massive Holzdeck. „Schwitzwasser“ kennen wir nur minimal an den vorhandenen Kältebrücken wie Luken und Fenster. Da ich für diese, zumindest im Vorschiff, aber letzten Winter schon (eigentlich gegen Wärme) isolierte Sonnnenschützer genäht habe, haben wir ein quasi trockenes Schiff, was uns wirklich überrascht hat.
Alles in Allem also nur positives was wir berichten können.
In diesem Sinne:
Ein frohes neues Jahr für euch alle!
Auf guten Wind und schöne Wellen!
Auf Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft!
Auf friedliches Miteinander!
Auf gutes Essen und guten Wein!
Auf Liebe, Leben und wunderbare neue Erfahrungen!

Hanno und Nina

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