Endlich Frühling….

Nach dem Rückschlag beim letzten Besuch haben wir einige Nächte unruhig geschlafen, da wir uns nicht sicher waren ob die improvisierten Abdichtmaßnahmen wirklich Abhilfe geschaffen hatten.
Diesmal ist mein Vater mit geflogen um uns ein bisschen mit ManPower zu unterstützen.
Also direkt nach der Ankunft erst mal den Rüssel durchs Schiebeluk gesteckt und siehe da, kein modriger Geruch! Batterieschalter an, Licht an, und nichts zu sehen. Jippie!!!!!
An diesem Abend haben wir nur noch schnell alle Polster usw. auf Feuchtigkeit kontrolliert und sind dann sofort in die nächste Bar um auf gutes Gelingen in den nächsten Tagen an zu stoßen, denn wir hatten einiges auf der ToDo Liste stehen.
Am ersten Tag haben wir von vorne nach hinten alle ehemals undichten Stellen endgültig abgedichtet. Angefangen mit der in Köln überarbeiteten Grundplatte für die Ankerwinsch, als nächstes die neue Shure Thru Kabeldurchführung anstelle der alten montiert. Dannach die neuen Schrauben für den Mastfuß montiert. Zwischendurch haben wir noch festgestellt dass das Teakdeck immer noch 15mm dick ist (es waren mal 18mm), was bedeutet dass wir ihne großen Aufwand die Verschraubung erneuern können und nach dem pfropfen einfach runterschleifen bis alles wieder schnieke ist. Bis zum Mittag waren diese Arbeiten bei strahlendem Sonnenschein erledigt. Aber da war ja noch was. Unsere alte Salonluke war nicht mehr dicht zu bekommen und musste ständig mit einer kleinen Plane abgedeckt werden, so dass wir uns entschlossen haben eine neue Gebo Offshore Luke zu verbauen (die vom Vorschiff wird im späteren Verlauf ebenfalls getauscht, alleine schon aus Sicherheitsgründen, da die alten so schwer sind das schnell mal ein Finger durch ist wenn sie durch falsche Bedienung mal ungewollt zufallen).
Nach dem Lösen der Schrauben und dem durchtrennen der Dichtmasse wurde schnell klar dass hier doch eine größere Baustelle aufgemacht wurde als ursprünglich geplant. Unser Aufbau ist aus Holz und um den Lukendurchlass ist oben ein Holzrahmen angebracht um die Wölbung des Aufbaus aus zu gleichen. Dessen obere Hälfte war allerdings so verrottet dass ich mich zunächst mit einem Stechbeitel daran gemacht habe Lage für Lage von dem Bootsbausperrholz abzulösen bis ich wieder auf gesundes Material gestoßen bin. Natürlich war es nicht ohne weiteres möglich alles auf ein Level zu bekommen so dass ein bisschen gespachtelt werden musste um eine plane Auflagefläche her zu stellen.Anschließend lief aber alles unproblematisch ab. Spachteln, schleifen, nochmal spachteln, nochmal schleifen und anschließend 3 Schichten Weißlack über die nächsten Tage verteilt. Das einkleben der Luke zum Abschluss war dann eine richtige Wohltat.
Ausserdem haben wir uns dran gemacht das alte zerbröselte Wellenlager aus zu bauen. Zuerst die Schraube ab, dann die Welle gezogen, Leider ließ sich das Lager nicht so einfach entfernen wie zunächst gedacht, weshalb wir das gesamte Stevenrohr ausgebaut haben und mit nach Hause genommen haben. Die alte Buchse wird nun ausgedreht und eine neue eingepresst. In 2 Wochen sind wir wieder vor Ort und können alles wieder montieren.
Der Ausbau erforderte allerdings den Ausbau des Wassersammlers und des Dieseltanks der direkt unter dem Plichtboden angebracht ist. Bei der Gelegenheit haben wir einigen Müll gefunden und leider auch feststellen müssen dass die Befestigung vom Schaltgestänge am Rumpf (direkt unter dem Tank) defekt (weil in ihre Moleküle zerfallen) war. Also raus damit. Eine neue ist schon in Arbeit und wird beim nächsten Mal einlaminiert.
Während ich in der Backskiste und an der Luke gearbeitet habe hat mein Vater sich daran gemacht die Trinkwasserleitungen zu erneuern, eine neue Abdeckplatte für die beiden neuen Wasserhähne zu bauen sowie es zu lackieren und zu verkleben.
Zwischendurch haben wir noch ein neues Lenzventil eingebaut.
Zum Abschluss haben wir dann die Kompression vom Motor gemessen (der hat seit dem Kranen noch keinerlei Zuwendung erfahren); mit nicht ganz so tollem Resultat. Der Hintere Zylinder hat 415 von 427 geforderten PSI, der vordere allerdings nur 150 PSI.
Wir werden ihn also im Mai teilweise zerlegen müssen bevor es weiter gehen kann.
Bisher sieht der Plan vor beide Ventile, beide Ventilsitze und beide Ventilfedern sowie die Kolbenringe und die Zylinderkopfdichtung zu tauschen. Glücklicherweise gibt es noch ein paar Händler die Teile für unser Ungetüm verkaufen.
Dazu aber mehr wenn es soweit ist.

Euch Allen wünschen wir erfolgreiches Basteln und einen guten Start in die neue Saison.

Nina und Hanno

Da Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, hier mal ein paar davon:

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